Basteln

Kreatives Textilfärben

Wollten Sie schon immer einmal verblasste T-Shirts umfärben oder Ihrer Baumwolltasche mit bestimmten Farben und eigenem Muster einen besonderen Touch geben? Dann sind Sie hier genau richtig. Im Folgenden stellen wir Ihnen die Färbtechniken „Batiken klassisch“, „Wachsbatiken“ sowie das „Tauchbad“ gemeinsam mit dazu passenden Textilien vor. Wir wünschen viel Vergnügen!


Wie wird gefärbt?


Das Färben läuft bei allen drei Techniken etwa gleich ab, jedoch werden die Textilien auf unterschiedliche Art und Weise vorbereitet. 

Was Sie zum Färben benötigen:

  • Simplicol Textilfarbe
  • Simplicol Farbfixierer
  • beliebiges Textil
  • Schnur, Wäscheklammern
  • Schüssel
  • Löffel
  • Gummihandschuhe

Und so wird’s gemacht:

 

1. Bevor es ans Färben geht, stellen Sie zunächst Farbe, Schüsseln und Löffel bereit. Danach decken Sie den Boden ab, werfen sich in Arbeitskleidung und ziehen Gummihandschuhe an. Bereiten Sie am besten alles sorgfältig vor, damit es zu keinen unschönen Flecken an Ihren Möbeln oder ähnlichem kommt.

 

 

2. Setzen Sie nun das Farbbad an. Gefärbt wird bei ca. 60 Grad. Geben Sie dazu 4 l kochendes und 2 l kaltes Wasser in eine Schüssel oder einen Kübel. Lösen Sie dann die Textilfarbe bis zur gewünschten Farbtiefe auf. 

 

 

3. Den sauberen Stoff gut eintauchen und unter Rühren ungefähr eine Stunde lang färben. Anschließend spülen Sie das abgebundene Textil unter fließendem Wasser ab, bis das Wasser klar bleibt.

 

 

4. Damit Ihr Textil beim späteren Waschen nicht verblasst, können Sie die Farbe fixieren. Gießen Sie dafür eine Flasche Fixierer für simplicol Textilfarbe in 8-10 l kaltes Wasser und geben Sie das Textil für 15 Minuten in das Fixierbad.

 

 


Sommerliche Strandtasche


Wenden Sie bei Ihrer Tasche die Technik "Batiken klassisch" an um ein wunderbares Muster zu erhalten. Wie das geht? Das erfahren Sie hier.

Zunächst falten Sie die Tasche zusammen und binden sie je nach Belieben ab. Verwenden Sie dafür zum Beispiel Kabelbinder, eine feste Schnur, Wäscheklammern oder auch Schraubzwingen. An den (fest!) verschnürten Stellen nimmt der Stoff die Farbe nicht oder nur wenig an. So entstehen helle Muster auf dem dunkler gefärbten Stoff. 

Je weniger Stoff über die Abbindung hinausschaut und je enger der Stoff gewickelt oder gefaltet wird, desto kleiner wird das Muster. Das Muster zeichnet sich dann hell auf dem gefärbten Stoff ab. Je regelmäßiger Sie zum Beispiel Abstände wählen, desto regelmäßiger wird auch das Ergebnis.

Nach dem Färben entfernen Sie die Abbindungen und spülen die Tasche noch einmal klar nach. Schon ist die Tasche fertig für einen Strandbesuch!

 

 


Kunterbunte T-Shirts


Farbenfrohe T-Shirts gestalten Sie ganz einfach selbst, indem Sie die Tauchtechnik anwendet. Stellen Sie dazu verschiedene Kübel oder Wäschewannen mit unterschiedlichen Farben auf. Danach nehmen Sie als Hilfe einen Wäscheständer oder einen Kleider- oder Rockbügel zur Hand. Hängen Sie die Textilien für 30 bis 45 Minuten und je nach Belieben in die Farbe. Vor allem größere Textilien lassen sich so leichter aufhängen und färben.

Beim Tauchfärben können Sie Ihrer Kreativität freien Lauf lassen und verschiedene Möglichkeiten ausprobieren. Hängen Sie den Stoff in zwei gleichlangen Hälften über einen Kleiderbügel, damit Sie ihn schön symmetrisch färben. Danach fixieren Sie ihn mit Wäscheklammern und tauchen ihn in die Farbe. Wenn Sie nur die Mitte der Textilien einfärben wollen, klemmen Sie am besten die beiden Enden des T-Shirts an einem Rockbügel fest, sodass der Bug nach unten in die Farbe hängt. Falls Sie ein wellenförmiges oder anderes Muster erhalten möchten, rollen Sie den Stoff zusammen und binden ihn ab. Unterschiedliche Farbtiefen erhalten Sie, indem Sie das Textil zum Beispiel bei der halben Färbezeit etwas hinausheben und nicht so lange in der Farbe schwimmen lassen. Hier müssen Sie wahrscheinlich zuerst etwas Herumexperimentieren.

 

 


Pölster mit Wachsverzierungen


Bunte Pölster lassen sich mit der Wachsbatikentechnik ganz einfach verschönern. Bei dieser Technik malen Sie mit heißem und zugleich flüssigem Wachs Muster oder sogar Bilder auf Ihr Textil. Die vom Wachs getränkten, ausgehärteten Stoffstellen nehmen beim Färben keine Farbe an, sie sind „reserviert“. Nach dem Färben bügeln Sie dann das Wachs aus dem Stoff.

Zu Beginn legen Sie den Stoff glatt auf Ihren Tisch, sodass Sie das Wachs gut auftragen können. Damit beim Färben wirklich keine Farbe unter das Wachs läuft, muss der Stoff ganz durchtränkt sein, also decken Sie zur Sicherheit den Tisch ab. In das Kissen schieben Sie einfach noch einen stabilen Karton, damit das Wachs nicht auch auf der Rückseite zu sehen ist. Fixieren Sie den Stoff mit Nadeln oder Klebeband zusätzlich. Danach zeichneen Sie das gewünschte Muster mit einem weichen Bleistift vor (Muster können Sie HIER herunterladen).

Nun tragen Sie das Wachs auf. Verwenden Sie dafür weißes Wachs von ganz normalen Haushaltskerzen oder Teelichtern. Das Wachs wird auf zwei verschiedene Arten auf dem Stoff verteilt.

Tropfen 

Zünden Sie eine weiße Haushaltskerze an und warten Sie, bis das Wachs flüssig wird. Nun wird das Wachs z.B. am Saum, Ausschnitt oder vorgezeichneten Muster des Textils entlang getropft. Danach lassen Sie das Wachs aushärten. 

Pinsel

Stellen Sie weiße Teelichter auf eine Unterlage, zünden Sie diese an und warten Sie bis das ganze Wachs flüssig ist. Nun tauchen Sie den Pinsel ins flüssige Wachs und malen das gewünschte Muster aufs Textil. Verwenden Sie je nach Belieben dicke oder dünne Pinsel. Das Teelicht lassen Sie während dem Bemalen brennen, damit das Wachs flüssig bleibt. Das Wachs lassen Sie wiederum aushärten.

Im Anschluss an das Färben hängen Sie Ihren Polster an die Luft zum Trocknen. Sobald der Stoff trocken ist, entfernen Sie die Wachsreservierungen. Legen Sie dazu Küchenpapier auf das Wachs und bügeln Sie es heraus. Tauschen Sie das Küchenpapier ruhig häufiger aus und bügeln Sie den Polster wirklich so lange, bis kein Wachs mehr aufgesogen wird. Zum Schluss wird das Textil jetzt noch einmal mit Waschmittel nachgewaschen.